Rücksichtslos überholen, drängeln, hupen – aggressive Fahrweise sorgt für gefährliche Situationen. Dabei zahlt sich Gelassenheit hinterm Steuer aus.

Nach dem Urlaub ist vor dem Alltag: Nur wenige Handgriffe bringen ein Auto wieder in Form für sichere und sparsame Fahrten.
Die Ferien sind vorbei, das Auto hat treue Dienste geleistet – jetzt heißt es: Reisenachsorge! Während der Technikcheck vor dem Urlaub für viele selbstverständlich ist, wird die Pflege nach der Rückkehr oft vernachlässigt. Dabei lohnt sich ein genauer Blick auf das Fahrzeug, um sicher und effizient in den Alltag zu starten.
So werden Autos wieder fit für den Alltag
Dachboxen, Fahrradträger oder Zusatzspiegel: Was für die Reise praktisch war, wird im Alltag schnell zum Spritfresser. Dachboxen können den Verbrauch um bis zu einen Liter pro 100 Kilometer erhöhen. Auch Fahrradträger sollten direkt abmontiert werden, besonders wenn sie auf dem Dach montiert waren.
Nach langen Fahrten und Temperaturschwankungen lohnt sich zudem ein Blick auf Ölstand, Kühlwasser und Bremsflüssigkeit. Die Flüssigkeiten können abgesunken sein und sollten bei kaltem Motor kontrolliert und gegebenenfalls aufgefüllt werden. Besonders nach Fahrten in heiße Regionen ist das Kühlsystem stark beansprucht, es gilt also auch die Schläuche auf Undichtigkeiten zu prüfen.
Wer vor der Reise den Reifendruck für Volllast erhöht hat, sollte diesen jetzt wieder auf Normalwerte bringen. Ein zu hoher Druck bei leerem Fahrzeug führt zu ungleichmäßigem Reifenverschleiß und verlängerten Bremswegen. Wichtig: Die Korrektur sollte bei kalten Reifen erfolgen.
Falls Ihr Fahrzeug über eine manuelle Leuchtweitenregulierung verfügt, sollte diese nach dem Entladen wieder auf „Null“ gestellt werden. Dabei werden idealerweise gleich alle Lampen auf Funktion geprüft.
Umfassende Pflege
Neben der Technik ist nach der Rückkehr auch eine gründliche Wäsche Pflicht. Insektenreste an der Front lassen sich mit speziellen Reinigern leichter entfernen. Dabei gleich den Lack auf Kratzer und Steinschläge prüfen – kleine Schäden sollten schnell behoben werden, bevor Rost entsteht. Viele Werkstätten bieten außerdem „Smart Repair“-Lösungen zu Festpreisen an.
Im Innenraum sorgen Essensreste und Staub für schlechte Luft. Fahrzeughalter sollten daher Polster und Bodenbeläge gründlich absaugen, Fußmatten herausnehmen und Sitze in verschiedene Positionen bringen, um alle Ecken zu erreichen. Auch die Innenseiten der Fenster dürfen nicht vergessen werden. Ein Schmutzfilm kann die Sicht erheblich beeinträchtigen, besonders bei Nachtfahrten.
Wenn das Auto trotz Reinigung muffig riecht, ist oft ein verschmutzter Pollenfilter schuld. Nach langen Fahrten in staubiger oder feuchter Luft setzt sich dieser schneller zu. Die Folgen: schlechte Luftqualität, beschlagene Scheiben und unangenehme Gerüche durch Bakterien und Schimmel. Der muffige Geruch ist deshalb ein Signal, den Filter zeitnah zu wechseln.